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Hier tritt Döpker auf den Plan.

19. Mai 2026

BIM IM GESPRÄCH: DAS EXKLUSIVE INTERVIEW MIT DEM DIGITALEN ZWILLING.

„Weniger Show, mehr Substanz.“

Er ist weder Bauleiter noch Architekt und trotzdem heute aus vielen Projekten kaum noch wegzudenken: der digitale Zwilling als zentrale Figur des Building Information Modeling (BIM). Für die einen ist er ein moderner Planungs-Assistent, für andere sogar fast schon der heimliche Hauptdarsteller, während einige wenige offenbar immer noch nicht ganz von ihm überzeugt sind. Wir haben deshalb mit dem digitalen Zwilling gesprochen – über seinen Ruf, seinen echten Nutzen und die Frage, warum gute Planung am Ende vor allem eines schafft: mehr Klarheit.

Digitaler Zwilling, ganz direkt gefragt: Sind Sie einfach ein schickes 3D-Bild?
Das höre ich öfter. Und ich kann verstehen, warum. Ich sehe – ohne unbescheiden sein zu wollen – in der Tat gut aus, zeige ein Gebäude anschaulich und mache Planung sichtbar. Aber mein eigentlicher Wert liegt tiefer: Ich bündele Informationen, stelle Zusammenhänge dar und sorge dafür, dass alle Beteiligten auf derselben Grundlage arbeiten.

Was heißt das konkret?
Dass aus vielen Einzelperspektiven ein gemeinsames Projekt wird. Am Bau treffen schließlich viele Anforderungen aufeinander: Gestaltung, Technik, Termine, Kosten, Nutzung. Wenn diese Informationen getrennt voneinander laufen, wird es schnell unübersichtlich. Wenn sie zusammengeführt werden, werden Entscheidungen belastbarer und Änderungen früher sichtbar.

Das klingt nach einem Vorteil für Fachplaner. Was haben Bauherren davon?
Vor allem mehr Sicherheit. Wer früher erkennt, wie ein Gebäude gedacht ist, welche Auswirkungen Änderungen haben und wo mögliche Konflikte liegen, kann besser entscheiden. Ich helfe also nicht nur beim Anschauen, sondern auch beim Verstehen. Und das ist für Bauherren mindestens genauso wichtig wie für die Planung selbst.

Sie sprechen oft von Klarheit. Ist das Ihr Markenzeichen?
Gern, ja. Ich mache Dinge greifbarer: Flächen, Abläufe, Bauteile, Schnittstellen. Aus mir lassen sich Ansichten, Grundrisse und Schnitte ableiten. Ich unterstütze Visualisierungen, Analysen und ein Änderungsmanagement, bei dem Anpassungen nicht an zehn Stellen händisch nachgezogen werden müssen. Das spart nicht nur Aufwand, sondern schafft Transparenz – auch bei Kosten und Terminen.

Hat sich Ihre Rolle in den letzten Jahren verändert?
Definitiv. Früher wurde ich oft vor allem bestaunt. Heute werde ich deutlich ernster genommen. Weniger Show, mehr Substanz. Es geht stärker um Zusammenarbeit, Datenqualität und darum, Projekte durchgängiger zu denken. Das tut mir gut. Ich war noch nie für den großen Auftritt da, sondern für bessere Abstimmung.

Und dann kam auch noch KI dazu. Macht Ihnen das Konkurrenz?
Nein. Eher Gesellschaft. KI kann Informationen sehr schnell auswerten, Muster erkennen oder Prozesse unterstützen. Aber sie braucht eine verlässliche Grundlage. Und da komme ich ins Spiel. Ich würde sagen: KI kann helfen, klüger zu arbeiten. Ich helfe dabei, dass alle vom selben Projekt sprechen.

Apropos Gesellschaft: Wie wohl fühlen Sie sich eigentlich bei Döpker?
Sehr wohl, weil man mich dort mit der richtigen Haltung betrachtet. Nicht als Selbstzweck, nicht als Technik-Spielerei, sondern als Werkzeug für mehr Effizienz, Planungssicherheit, Transparenz und verlässliche Abläufe. Das ist genau die Umgebung, in der ich am liebsten arbeite: bodenständig, partnerschaftlich und mit klarem Blick auf den Nutzen.

Letzte Frage: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Vielleicht ein bisschen weniger Staunen darüber, dass digitale Planung mehr kann, als gut auszusehen. Wenn ich auch künftig dazu beitragen kann, Projekte noch klarer, nachvollziehbarer und besser abgestimmt zu gestalten, bin ich rundum zufrieden – und ehrlich gesagt, bin ich auch recht zuversichtlich, dass mir das gelingen wird.

Alfred Döpker GmbH & Co. KG

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